Klassisch-Traditionelle Architektur

Patzschke Architekten © (www.patzschke-architektur.de)

Auch die europäische Stadt muss sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen. In einer Zeit, in der Flächen allmählich knapp werden und die Menschen einen neuen Lebensstil/ein neues Lebensgefühl für sich entdecken, muss man auch im Städtebau umdenken. Städte können nicht unendlich in die Breite wachsen. Daher ist ein Städtebau, wie er in den letzten 50 Jahren präferiert wurde, nicht mehr zukunftsfähig. Es braucht neue Modelle, neue Ansätze und neue Ideen.

Die Wiederentdeckung alter urbaner Ideale, könnte hierbei helfen. Städte sind keine bloßen Ansammlungen von Häusern, Straßen und Plätzen; Städte sind lebendig und vielfältig. Zwar sind sie nicht direkt mit lebenden Organismen vergleichbar, dennoch gibt es Ähnlichkeiten. Beispielsweise bietet das wiederentdeckte Modell „Wohnen und Arbeiten unter einem Dach“, viele Vorteile und Lösungen für moderne Herausforderungen.

Die Frage „Wie gestalten wir zukünftig unsere Gebäude?“, ist dabei von zentraler Bedeutung. Zu einer modernen, zukunftsorientierten und nachhaltigen Stadt, gehört eine ästhetische Architektursprache! Eine klassisch-traditionelle Architektursprache wird dabei von einem Großteil der Menschen als angenehm und schön empfunden, hingegen modernistische und dekonstruktivistische Bauwerke auf viele Menschen eher kalt und abweisend wirken. Daher kann die Antwort auf die Frage „Wie gestalten wir zukünftig unsere Gebäude?“, nur lauten: In einem klassisch-traditionellen Architekturstil! Doch was ist klassisch-traditionelle Architektur?

Klassische und/oder traditionelle Architektur beschreibt ursprünglich einen Baustil, bei dem regionale und lokale Bautraditionen, -materialien, -verfahren und -konstruktionen zur Anwendung kommen. Dabei besitzen die so entstandenen Bauwerke eine regional wiedererkennbare Architektursprache, wie zum Beispiel das mitteldeutsche Fachwerkhaus.

Heutzutage bezeichnet die klassisch-traditionelle Architektur Entwürfe und Neubauten, die klassische und traditionelle Bauelemente aufgreifen, neu interpretieren und weiterentwickeln. Typische Erkennungsmerkmale sind eine kleinteilige Fassadengestaltung, klare Fensterachsen, Fenstereinfassungen, Lisenen, Gesimse und Schmuckelemente, wie Backstein- oder Keramik-Ornamente. Der heutige klassisch-traditionelle Architekturstil kann auch als „New Urbanism“ bezeichnet werden.

Prinzipiell bildet der New Urbanism die Gegenströmung zum Modernismus und Internationalismus. Er legt Wert auf eine nachhaltig wirkende Ästhetik und Formensprache – also auf Bauformen, die man auch in 50 oder 100 Jahren noch gerne anschaut. Dabei steht bei der Gebäudegestaltung nicht der künstlerische Ausdruckswille des Architekten im Vordergrund, sondern das Wohlbefinden des Menschen (und der Raum der das Bauwerk umgibt): das Gebäude soll schön und ausdrucksstark sein, sich aber auch in die vorhandene Umgebung einfügen. Ein Werkzeug des New Urbanism ist die Blockrandbebauung, die Zersiedelung des Stadtraums soll hingegen vermieden werden: neue Stadträum sind dementsprechend zusammenhängend zu entwickeln. Ziel ist die Schaffung eines harmonischen Ganzen, welches zur Steigerung des urbanen Lebensgefühls bzw. der urbanen Lebensqualität beiträgt.

Interessensvertretungen des New Urbanism sind zum Beispiel der „Stadtbild Deutschland e.V.“ und das „Council of European Urbanism“ (C.E.U.). Zwei der prägnantesten Vertreter des New Urbanism im deutschsprachigen Raum sind das Architekturbüro „Patzschke & Partner“ und das Architekturbüro „Nöfer Architekten“.

Stadtbild Deutschland e.V.
https://stadtbild-deutschland.org/

C:E:U: Council of European Urbanism
https://www.ceunet.org/

Patzschke & Partner Architekten
https://www.patzschke-architektur.de/portfolio/

Tobias Nöfer (Nöfer Architekten)
https://www.noefer.de/de/projekte/

Wer eine nachhaltige Stadtentwicklung möchte, muss Städte im Sinne des New Urbanism entwickeln – es gilt: Mehr Patzschke und Nöfer, weniger Libeskind!

Nachfolgend einige Beispiele des New Urbanism, entworfen vom Büro Patzschke & Partner:

Danksagung: Ich möchte mich außerordentlich bei dem Architekturbüro Patzschke & Partner bedanken, welches mir seine Bilder kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Vielen lieben Dank, sowas ist nicht selbstverständlich! Wenn Ihr noch mehr von der grandiosen Architektur des Büros Patzschke & Partner sehen wollt, dann schaut auf folgender Website vorbei: https://www.patzschke-architektur.de (Ein Projekt des Büros Patzschke & Partner kennt so ziemlich jeder von uns: das Hotel Adlon Kempinski, am Pariser Platz in Berlin.)

Zum Abschluss ein kleines Beispiel für traditionelle Architektur aus Velten – unser Rathaus:

CDU Velten © (www.cdu-velten.de)

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gez. Marcel Ruffert

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